Der Honda NSX war schon immer eines der angesehensten Fahrerautos, die je gebaut wurden. Jetzt verwandeln Pininfarina und JAS Motorsport dieses Erbe mit dem Tensei in etwas noch begehrenswerteres: ein Restomod, das kompromisslos auf analoge Performance, leichtes Design und puren Enthusiasten-Charme setzt.

Warum Der Tensei So Anders Ausseht
Die größte Veränderung beginnt bei den Proportionen. Im Vergleich zum ursprünglichen NSX bietet der Tensei einen längeren Radstand, eine breitere Spur, einen kürzeren hinteren Überhang und eine tiefere Sitzposition. Größere Räder runden das optische Upgrade ab und verleihen dem Auto eine deutlich festere und kraftvollere Präsenz.
Pininfarina sagt, dass diese überarbeiteten Maße den gesamten Designprozess geprägt haben. Sobald das Gesamtpaket feststand, konnte die Karosserie sich ganz natürlich darum herum entwickeln. Das Ergebnis ist ein Auto, das die erkennbare NSX-Silhouette beibehält, aber deutlich mehr Spannung erzeugt – vor allem durch die verbreiterten hinteren Schultern und die geformten Kotflügel.
Das Styling nimmt zudem Bezug auf eines der berühmtesten klassischen Modelle von Pininfarina, den Ferrari 288 GTO, durch diese scharfen, dreieckigen Formen in der Draufsicht. Dadurch wirkt der Tensei weniger wie eine Retro-Hommage und mehr wie eine sorgfältig weiterentwickelte italienische Performance-Statement.

Old-School-Technik In Einer Neuen Carbon-Hülle
Unter der Kohlefaser-Karosserie steckt die Art von Hardware, die Technikfans sich nur allzu oft herbeiwünschen. Der Tensei verwendet einen natürlich angesaugten V6, der auf der ursprünglichen NSX-Motorarchitektur basiert und auf Ansprechverhalten, Drehmoment und das aktive Fahrerlebnis abgestimmt ist. Dazu kommt ein Sechsgang-Schaltgetriebe, das ihn sofort von den meisten modernen Supersportwagen abhebt.
Keine Turbolader. Keine Hybrid-Unterstützung. Keine Schaltwippen-Abkürzungen. Genau das ist der Punkt. In einer Welt, in der Leistungsautos ihre Rundenzeiten oft mit Schichten aus Elektronik jagen, setzt dieses Projekt stattdessen auf Reinheit und Haptik. Wenn du diese Art der Ingenieursphilosophie magst, bewegst du dich hier in demselben emotionalen Terrain, das Autos wie den Porsche 911 GT3 Handschalter-Sonderaufbau oder die Comeback-Story für einen manuellen Hypercar so mitreißend macht.
Dieses Setup verleiht dem Tensei eine sehr klare Identität. Er versucht nicht, der schnellste elektrifizierte Raketenflitzer auf der Straße zu sein. Er möchte das sein, woran man sich erinnert – und zwar noch Jahre, nachdem man ihn gefahren ist.

Ein Cockpit, das fürs Fahren gebaut ist – nicht zum Ablenken
Pininfarina hat das Interieur noch nicht gezeigt, aber das Unternehmen sagt, dass der Innenraum auf die Sicht des Fahrers und Ergonomie fokussiert bleibt und gleichzeitig ein deutlich höheres Qualitätsgefühl vermittelt. Erwarte maßgeschneidertes Schalter- und Bedienwerkzeug, hochwertige Materialien und ein stärker handgefertigtes Gefühl als beim ursprünglichen NSX.
Das ist wichtig, weil der NSX schon immer dafür gefeiert wurde, sowohl alltagstauglich als auch schnell zu sein. Wenn der Tensei diese Balance beibehält und gleichzeitig den Luxusfaktor nach oben schraubt, könnte er zu einem der begehrtesten analogen Restomods des Jahrzehnts werden. Dieselbe Philosophie, einen Klassiker zu modernisieren, ohne seinen Charakter zu zerstören, steckt auch hinter Projekten wie dem Bovensiepen Zagato und den Alfa-Romeo-Carbon-Upgrades, die Technikfans so interessant finden.
Außerdem steckt eine starke historische Verbindung hinter dem Projekt. Pininfarina und Honda reichen bis zum Konzept HP-X aus dem Jahr 1984 zurück – einem Mittelmotor-Prototyp, der die NSX-Zeit Jahre vor dem Produktionsstart bereits erahnen ließ. In diesem Sinne fühlt sich der Tensei weniger wie ein zufälliges Reboot an und mehr wie ein Moment, der zum Kreis schließt.
| Wesentliche Details | Pininfarina NSX Tensei |
|---|---|
| Plattform-Richtung | NSX-inspiriertes Restomod |
| Karosserie | Carbonfaser |
| Motor | Natürlich angesaugter V6 |
| Getriebe | Sechsgang-Schaltgetriebe |
| Design-Highlights | Scheinwerfer mit Pop-up-Funktion, integrierter Heckspoiler |
| Produktionsort | JAS Motorsport-Werkstatt bei Mailand |
Der Tensei wird in Arluno, nahe Mailand, in der JAS Motorsport-Einrichtung von Hand gebaut, während die individuelle Konfiguration an Pininfarinas eigenem Standort in Cambiano, Turin, übernommen wird. Die vollständige Enthüllung ist für später im Jahr 2026 geplant, wenn Preise und Produktionszahlen bekanntgegeben werden sollen.
Vorerst ist die Botschaft klar: Der Geist des Honda NSX wird mit mehr Dramatik, mehr Handwerkskunst und sehr viel mehr analogem Charakter neu geboren. In einem Markt voller techniklastiger Performance-Maschinen könnte genau das der Grund sein, warum der Tensei schon jetzt nicht zu übersehen ist.









