RENAULT R-SPACE LAB zeigt die Zukunft mit Steer-by-Wire-Lenkung und offenem panoramischem OpenR-Bildschirm. Sehen Sie, wie dieses Konzept den Megane verändern wird. Jetzt entdecken!

Stellen Sie sich vor, Sie steigen in ein Fahrzeug ein, in dem das Armaturenbrett verschwindet, um einem Wohnzimmer-Erlebnis Platz zu machen, in dem der Beifahrersitz bis zum Rücksitz gleiten kann, um ein Familiengespräch zu ermöglichen, und in dem das Auto buchstäblich verweigert zu starten, wenn es Alkohol in Ihrem Körper erkennt. Das ist keine Science-Fiction – das ist die Vision von Renault, wie wir ab 2030 in Autos leben werden.
Das Labor, das in der Garage Futurama entstand
Das Renault R-Space Lab ist nicht nur ein weiteres Automobilkonzept auf der Messe. Es stellt das greifbare Ergebnis der Garage Futurama dar, der internen Innovationsplattform des französischen Herstellers, die sich der Entwicklung von Fahrzeugen für die Zeit nach 2030 widmet. Mit ungefähr 4,5 Metern Länge und 1,5 Metern Höhe übernimmt der Prototyp die One-Box-Form – die gleiche, die den Kia Carnival 2027 so vielseitig macht – hebt die Idee jedoch auf ein neues Niveau.
Renault stellt klar, dass dies nicht der nächste in Entwicklung befindliche Mégane ist. Es handelt sich um ein fahrendes Labor, in dem Konzepte von „voitures à vivre“ (Autos zum Leben) unter realen Bedingungen getestet werden. Jedes Element im Innenraum wurde entwickelt, um eine einfache, aber tiefgründige Frage zu beantworten: Wie kann sich der Raum in einem Fahrzeug an die unterschiedlichen Facetten des modernen Lebens anpassen?

Wenn das Armaturenbrett verschwindet und das Glas übernimmt
Der radikalste Ansatz des R-Space Lab liegt in der vollständigen Beseitigung der visuellen Barriere zwischen Innen- und Außenbereich. Die traditionelle Trennung zwischen Windschutzscheibe und Dach ist verschwunden und wurde durch eine durchgehende Glasfläche ersetzt, die den Innenraum mit natürlichem Licht durchflutet. Äußerst schlanke tragende Säulen und rahmenlose Türen vervollständigen diese Architektur der totalen Transparenz.
Anstelle des herkömmlichen Armaturenbretts erstreckt sich ein gebogenes OpenR-Panorama-Display über die gesamte Breite des Fahrzeugs. Diese digitale Schnittstelle integriert:
- Echtzeit-Fahrinformationen
- Multimediasysteme mit zentralisiertem Touch-Steuerung
- Assistenzwarnungen mit immersiver Darstellung
- Künstliche Intelligenz zur Personalisierung, die Nutzungsmuster lernt
Die umstrittenste Innovation ist jedoch das kompakte Lenkrad mit Steer-by-Wire-Technologie. Ohne direkte mechanische Verbindung zur Lenkung übermittelt das System die Steuerbefehle elektronisch – ein Ansatz, den die Mercedes-Benz S-Klasse 2026 kürzlich zugunsten physischer Knöpfe ablehnte, den Renault jedoch für autonomes Fahren auf höherem Niveau als unvermeidlich ansieht.

Das Interieur, das sich wie modulare Möbel umgestaltet
Die wahre Revolution des R-Space Lab liegt in der räumlichen Variabilität. Renault hat die interne Architektur komplett neu gedacht und dabei mit einer technisch scheinbar einfachen Entscheidung alles verändert: die Beifahrerairbags wurden in die Sitze integriert.
Diese Entscheidung befreite das Armaturenbrett von verpflichtenden Bauteilen, wodurch sich der Raum wandeln lässt. Das Ergebnis ist ein variabler Handschuhkasten, der sowohl als traditionelles Staufach als auch als ausziehbares Regal für Geräte oder Mahlzeiten dient.
Aber die erstaunlichste Funktion ist die Beifahrersitz, der um 40 Zentimeter nach hinten gleitet und sich zwischen den beiden Reihen positioniert. Diese Konfiguration erleichtert die direkte Kommunikation mit den Insassen des Rücksitzes und verwandelt Reisezeiten in Gelegenheiten für familiäre Interaktion – etwas, das kein aktueller Premium-SUV bieten kann.
Der hintere Bereich des Fahrzeugs verfügt über drei einzelne Sitze gleicher Breite, jeder mit umklappbarer Rückenlehne und nach oben klappbarem Sitz. In Kombination mit dem vollständig ebenen Boden ermöglicht dieses System extreme Konfigurationen:
| Konfiguration | Ergebnis |
|---|---|
| Umgeklappte Sitze + erhöhte Sitze | Kontinuierliche Ladefläche von 2,1 Metern |
| Asymmetrische Konfiguration | Platz für Fahrrad + zwei Passagiere |
| „Wohnzimmer“-Modus | Vier Erwachsene in gesprächiger Anordnung |
Die hinteren Türen öffnen sich um 90 Grad und beseitigen so das herkömmliche Problem des Zustiegs auf engen Parkplätzen – eine Lektion, die auch der Hyundai Ioniq 9 2027 in seinem Konzept der elektrischen Minivan angewandt hat.

Die Technologie, die schützt, bevor etwas passiert
Das R-Space Lab integriert Sicherheitssysteme, die Verhaltensrisiken vorhersagen. Am bemerkenswertesten ist der integrierte berührungslose Alkohol-Detektor, der speziell auf jüngere Fahrer ausgerichtet ist. Im Gegensatz zu nachträglichen Systemen verhindert dieses Gerät die Aktivierung des Fahrzeugs, wenn Alkoholwerte über dem erlaubten Niveau erkannt werden.
Künstliche Intelligenz erstreckt sich auf einen digitalen Sicherheitsassistenten, der Fahrmuster und physiologische Zustände des Fahrers überwacht und automatisch Fahrzeugparameter anpasst oder Pausen vorschlägt, wenn Anzeichen von Müdigkeit oder Ablenkung erkannt werden.
„Wir bauen nicht nur sicherere Autos. Wir schaffen Umgebungen, die proaktiv auf menschliche Bedürfnisse reagieren und Verhaltensweisen antizipieren, noch bevor sie gefährlich werden.“
— Entwicklungsteam Garage Futurama
Diese Philosophie der prädiktiven Sicherheit steht im Gegensatz zu reaktiveren Ansätzen auf dem Markt und positioniert Renault in einem technologischen Spektrum, das direkt mit den fortschrittlichen autonomen Systemen von XPeng konkurriert.
Das Renault R-Space Lab bleibt eine Machbarkeitsstudie und kein unmittelbar bevorstehendes Produkt. Doch jedes getestete Element – vom Panoramadisplay über die wandelbaren Sitze, die Drive-by-Wire-Lenkung bis hin zum Alkohol-Detektor – stellt eine kalkulierte Wette darauf dar, wie sich die Mobilität von Familien in den kommenden Jahrzehnten entwickeln wird. Die Frage bleibt: Wenn diese Konzepte schließlich auf die Straßen kommen, werden wir das Automobil dann noch als das erkennen, was wir heute kennen?

















