FERRARI AMALFI SPIDER vereint 631 PS unter freiem Himmel. Entdecken Sie, wie das neue 5-Schichten-Dach Luxus und technische Performance neu definiert.

Manchmal kommt die radikalste Entwicklung eines Supersportwagens nicht durch das, was hinzugefügt wird, sondern durch das, was weggenommen wird. Ferrari verstand diese Logik wie kein anderes Unternehmen, als man sich entschloss, das feste Dach des Amalfi zu entfernen, um etwas zu schaffen, das über die Mechanik hinausgeht: ein unvergleichliches sensorisches Erlebnis.
Die Philosophie des „Weniger ist mehr“ in Maranello
Die Geschichte von Ferrari mit Cabriolets reicht Jahrzehnte zurück, geprägt von einer Obsession, Performance und Emotion in Einklang zu bringen. Der Amalfi Spider ist nicht einfach nur eine Cabrio-Version – er ist eine Erklärung, dass die italienische Marke noch immer an das Ritual glaubt, den Himmel über dem Kopf des Fahrers zu öffnen.
Was sofort ins Auge fällt, ist das fünfschichtige Softtop-Dach, das mit chirurgischer Präzision entwickelt wurde. Jede Schicht besitzt eine unterschiedliche Dicke und ist in einer Sandwich-Struktur angeordnet, die den Innenraum überraschend gut isoliert. In nur 13,5 Sekunden ist die Transformation abgeschlossen, und das elegante Coupé wird zu einem Roadster mit expressiven Proportionen.
Die Technik hinter diesem Dach verdient besondere Erwähnung. Vier maßgeschneiderte Stofffarben sind verfügbar, además de dos opciones técnicas incluyendo el inéditas „Tecnico Ottanio“. Derselbe Webmuster kann auch auf der Tonneau-Abdeckung repliziert werden, um visuelle Kontinuität zu gewährleisten, selbst wenn das Dach eingefahren ist.
Die Aerodynamik wurde selbstverständlich komplett neu konzipiert. Der integrierte aktive Heckspoiler verfügt über drei Betriebsmodi und kann bis zu 110 Kilogramm Abtrieb bei 250 km/h im High-Downforce-Modus erzeugen. Das bedeutet, dass der Spider nicht an Stabilität verliert, wenn er die Freiheit wählt – im Gegenteil, er gewinnt an Charakter.

Der V8, der sich weigert, elegant zu sterben
Unter der Haube liefert der F154e 3.9 V8 Biturbo-Motor 631 PS — oder 163 PS pro Liter Hubraum, ein Wert, den vor einem Jahrzehnt nur wenige Saugmotoren erreichten. Ferrari veröffentlicht keine offiziellen Beschleunigungswerte, aber die Mathematik ist einfach: Mit 1.556 Kilogramm Gewicht in fahrbereitem Zustand, nur 80 Kilogramm mehr als das Coupé, sind die Erwartungen für eine Leistung nahe den 3 Sekunden beim Sprint von 0-100 km/h.
Die mechanischen Verbesserungen gehen über die Prospektzahlen hinaus. Leichte Ventilsteuerung spart 1,3 kg ein, während der neu gestaltete Motorblock mit Präzisionsbearbeitung das Wärmemanagement und die Masse optimiert. Das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe ist dasselbe wie beim SF90 Stradale und gewährleistet Schaltvorgänge wie Teleporter.
Das ABS Evo-System, vom 296 GTB übernommen und für den Purosangue und 12Cilindri verfeinert, arbeitet mit dem Side Slip Control 6.1 zusammen. Dieses Nervenzentrum koordiniert Lenkung, Drehmomentmanagement und vertikale Karosseriebewegungssteuerung — alles damit der Fahrer die Grenzen mit berechneter Sicherheit erkunden kann.
Das Manettino am Lenkrad bietet fünf Modi: Wet, Comfort, Sport, Race und ESC-Off. Jeder davon kalibriert F1-Trac, Dämpfung und elektronisches Differenzial neu. Es ist, als hätte man fünf verschiedene Ferraris unter demselben Lenkrad.

Das Versprechen, das kein technisches Datenblatt offenbart
Hier liegt das ehrlichste Dilemma des Amalfi Spider. Mit zurückgeklapptem Dach schrumpft der Kofferraum von 255 auf 173 Liter. Das gefaltete Verdeck nimmt 220 Millimeter Platz ein — ein physischer Preis für die akustische Freiheit.
Im Inneren hat Ferrari ein historisches Problem der Cabrios gelöst: Turbulenzen. Der in die Rückenlehne der Rücksitze integrierte Windabweiser lässt sich mit einem Knopf ausfahren und mit manuellem Druck wieder einklappen. Es ist Ingenieurskunst für diejenigen, die das Auto tatsächlich nutzen wollen, nicht nur auf Eleganz-Wettbewerben zur Schau stellen.
Der Innenraum folgt der Coupé-Sprache, mit einer aufgehängten Mittelkonsole in Brückenform aus Aluminium und Türverkleidungen mit Anlehnung an nautisches Design. Die monolithische Cockpit-Lösung beherbergt das Instrumentencluster und die Luftauslässe, während zwei zusätzliche Displays für Infotainment und Unterhaltung des Beifahrers zuständig sind.
Die Liste der Assistenzsysteme ist umfangreich für ein Puristenauto: Adaptiver Tempomat, Automatische Notbremsung, Totwinkelüberwachung, Spurhaltewarner, Spurhalteassistent, automatische Fernlichter, Verkehrsschilderkennung und Müdigkeitserkennung. Optional sind 360°-Rundumsicht und Rear Cross Traffic Alert erhältlich.
Der Preis? Ab 270.000 Euro in Europa — etwa 30.000 Euro mehr als das Coupé. Zur Einordnung positioniert dieser Preis den Spider in einem Terrain, das selbst den Corvette ZR1 in puncto Exklusivität herausfordert, wenn auch mit völlig anderer Philosophie. Bestellungen sind bereits möglich, mit Auslieferungen Anfang 2027.
Der Ferrari Amalfi Spider ist nicht nur ein weiteres Luxus-Cabrio. Es ist ein Manifest dafür, dass Elektrifizierung nicht unbedingt absolute Stille bedeuten muss — und dass manchmal das Dach zu verlieren der raffinierteste Weg ist, Seele zu gewinnen.

























